
Arum, der Therapiebegleithund der Praxis, ist am 20.03.2025 gestorben.
Liebe Kinder der Praxis, liebe Familien, liebe Kunden!
Wie in meinem letzten Brief an Euch geschrieben, dass ich bald den Weg über die Regenbogenbrücke in den Hundehimmel antreten werde, teile ich Euch mit, dass dies am 20.3.25 gegen 11.30Uhr geschehen ist.
Mein Frauchen und ich haben ohne Worte viel in den vergangenen Wochen miteinander gesprochen. Wegen ihrer außergewöhnlichen Beobachtungsfähigkeit hat sie mein Zeichen verstanden, dass ich bereit bin zu gehen.
An dem Abend, wo sie mir im Stillen mitgeteilt hat, dass sie mich verstanden hat und nun alles in die Wege leitet, um mich gehen zu lassen, habe ich losgelassen. Jeden Tag ging es mir ein kleines Stückchen schlechter. Mein Frauchen hat alles für mich auf so wunderbare Weise geregelt, dass ich ohne Schmerzen diese Welt verließ. Ebenfalls verabschiedete ich mich noch von dem einen oder anderen persönlich. Natürlich war eine Verabschiedung nicht bei allen möglich. Wenn Du etwas entdeckst, dass mit einem Regenbogen oder mit den Regenbogenfarben zu tun hat, dann verabschiede ich mich über diesen Weg bei Dir.
Ich hatte das große Glück, das mir am Ende die gleiche Liebe, die ich in die Welt ausgesandt habe, zurückgeschenkt wurde. Meine Tierärztin ist wie ich und mein Frauchen ein Seelenwesen der besonderen Art und hat mich in den Armen meines Frauchens zu Hause, da wo ich sicher bin, einschlafen lassen. Ich habe zum Abschied mehrere Male ganz laut und schrill gebellt, damit mich alle noch einmal hören. Es sollte außerdem zeigen, dass es Zeit für meine Reise ist.
Mein Frauchen und ich sind immer eine Einheit gewesen und die meisten von Euch kennen uns nur als eine Einheit. Natürlich wird es für Euch alle ungewohnt und komisch sein, dass ich nicht mehr da bin und meine Frauchen ohne mich in der Praxis arbeitet. Aber mir geht es jetzt sehr gut. Mein Frauchen hat dafür gesorgt, dass ich keine fürchterlichen Schmerzen erleiden musste. Ganz schön starkes Frauchen, um so eine Entscheidung zu treffen. Aber deswegen habe ich sie mir ja auch ausgesucht. 😉
Ich hatte eine beginnende neurologische Erkrankung. Sie nennt man Myasthenia Gravis, die es auch bei Menschen gibt. Bei dieser Krankheit werden die Muskeln im hohen Alter immer schwächer und irgendwann so schwach, dass man nicht mehr laufen kann oder an einer Lungenentzündung stirbt. Und so macht ja Leben überhaupt keinen Spaß.
Kurz bevor ich gestorben bin, habe ich meinem Frauchen noch etwas ins Ohr geflüstert: „Liebes Frauchen, bitte schenke den Kindern eine kleine Überraschung zum Abschied. Damit sie mich immer in ihrem Herzen behalten. Einige Kinder werden sehr traurig sein, dass ich nicht mehr da bin. Was ja auch verständlich ist, aber damit sie mich immer in Erinnerung behalten, MUSST DU IHNEN UNBEDINGT ETWAS SCHENKEN!“ Sie weiß, was sie Euch schenken soll. Sie organisiert nämlich eine Abschieds- und Gedenkfeier für mich. Zu diesem Tag seid Ihr alle eingeladen. Mein Frauchen bringt ein Regenbogentaxi mit. Dort kommen alle Bilder, Geschenke, Briefe usw. rein, die Ihr mir zum Abschied schenkt. An dem Tag bekommt Ihr auch mein Abschiedsgeschenk.
Bis zur Feier dauert es allerdings noch ein bisschen, da meine Urne erst noch zurück zu meinem Frauchen muss. Ihr könnt jetzt schon einen Regenbogen basteln oder irgendetwas, was mit einem Regenbogen zu tun hat, um die Zeit bis zur Feier zu überbrücken. Eure Logopädinnen helfen Euch dabei! Eure gebastelten Sachen hängt Ihr an einem guten Platz in der Praxis auf.
Daaaaaaaaankeeeeee! Euer Arum